Schlauer US-Import-Trick 17 oder auch: verstecken, abwarten, abkassieren.

Vom 30. März 2009 | Veröffentlicht von Emil | Abgelegt unter Kunstdrucke

Schlauer US-Import-Trick 17 oder auch: verstecken, abwarten, abkassieren.

Die meisten Kunstliebhaber aus den USA, die sich auf dem europäischen Markt umsehen, kennen vermutlich das Problem: “Ja, das Geld für das Kunstwerk habe ich nun zusammengekratzt – aber die Einfuhrgebühren! Bitte! Wer kann sich die denn noch leisten?” Nun, diesen Menschen soll geholfen werden und die Süddeutsche Zeitung lieferte im Anschluss an die Kunstmesse in Maastricht im vergangenen März in einem Artikel die passende Anleitung dazu:

Man erwirbt als US-amerikanischer Kunstliebhaber für viel Geld ein Kunstwerk bei einer europäischen Kunstauktion - egal ob in Maastrich, Paris oder Köln, lagert selbiges für zehn Jahre im Zürcher Zollfreilager und hofft anschließend darauf, dass die bis dahin aufgetretenen Steuerdelikte inzwischen verjährt sind. Anschließend kann man das Bild legal in die USA einführen und dort auch wieder verkaufen.

Möglich macht das die anstehende Zusammenarbeit bei nicht deklarierten Konten zwischen den amerikanischen Finanzbehörden und den Schweizer Banken. Das soll aber natürlich nicht bedeuten, dass jeder amerikanische Kunstkäufer deswegen unter Generalverdacht gestellt werden darf, schließlich begünstigen Währungsschwankungen und die Erwartung einer gravierenden Inflation die Entscheidung, in Kunst zu investieren. Denn wenn die Preise auf dem Weltmarkt wieder steigen, lohnt es sich doch wahrlich, ein wertvolles Kunstwerk zu besitzen – aber bitte ohne das Zürcher Zollfreihaus als Zwischenstation!



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